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18.April 2009

Energiewende 2030 durch Kommunen einleiten

Am 18.04.2009 trafen sich die Mitglieder des Landesarbeitskreises Energie und Umwelt im Büro des Landschaftsarchitekten und Stadtplaners Harald Hillebrand in Abensberg zum Informationsaustausch.


Dipl. Wirtsch.Ing. (FH) Hermann Lorenz (Sprecher des Landesarbeitskreises Energie und Umwelt) betonte, dass in der „Energiewende“ die ökonomischen Chancen der Zukunft liegen. Steigender Energiebedarf, schwindende Vorräte, Gefahren für Mensch und Umwelt (Atom/CO2) erfordern daher den ökologischen Umbau unserer Wirtschaft in diesem Bereich. Der deutsche Mittelstand ist heute führend in Wind- und Solarenergie. Das Energieeinspeisegesetz (EEG) wurde in fast 50 Nationen exportiert. Nicht nur Umwelt- und Klimaschutzaspekte sondern vor allem auch wirtschaftliche Faktoren machen die Branche der regenerativen Energien zu DER Wachstumsbranche schlechthin. Energieeinsparung und –effizienz wirken schnell, bevor dann der restliche Energiebedarf durch dezentrale und vernetzte Strukturen auf Basis erneuerbarer Energiequellen gedeckt werden kann. Dieses „Internet der Energie“ kann die heutigen Monopol-Konzepte ergänzen oder teilweise ablösen. Sicherheit und zunehmende Unabhängigkeit von Öl-, Gas- und Uran-Importen runden die Vorteile der „Energiewende“ ab.
Da die Zeit drängt, werden die FW aufrufen, auf privater und kommunaler Ebene zu handeln, weil damit immense Vorteile verbunden sind. Kosteneinsparungen, neue Ideen, neue Unternehmen, neue Arbeitsplätze usw. sind bereits mit vorhandenen Rahmenbedingungen umsetzbar. Monopolstrukturen werden so „von unten“ aufgelöst - es entsteht richtiger Wettbewerb. So bekommt mehr bürgernahe und demokratische Daseinsvorsorge (Energie, Wasser, etc.) wieder Vorrang.  Und genau hier spielen die Kommunen die "Schlüsselrolle".

Dipl. Ing. (FH) Harald Hillebrand (Gruppensprecher für den Bereich Haushalte und Kommunen) bestätigte, dass gerade Kommunen eine Vorbildfunktion hätten. Ökostrom für alle Kommunen durchzusetzen sei ein kurzfristig erreichbares Ziel. Die Erstellung kommunaler Energiekonzepte bis 2012 und deren Umsetzung bis 2030 könne durch eine 80 % Förderung des Bundesministerium f. Wirtschaft leicht durchgeführt werden. Die Förderung von dezentralen, erneuerbaren Energienetzen in Gewerbe- und Wohngebieten sei zu forcieren. Dies ist bereits mit kleinsten Netzen von 5 Nutzern möglich, sofern die Kommune das wolle. Mit dem Konjunkturpaket II  Gebäudesanierungen im kommunalen Bereich umzusetzen sei ein sehr guter Anfang. Auch die Stadt Abensberg habe auf Anregung des Stadtrats Hans Steiner die Rathaussanierung (siehe Bild) auf die Tagesordnung gesetzt und die Aufnahme in den Maßnahmenkatalog beantragt. Dass in den Kommunen massiver Nachholbedarf bei Investitionen bestehe sehe man an der 10-fachen Überzeichnung der Anträge in ganz Bayern für das Konjunkturpaket II.

Dr. Georg Schu (Gruppensprecher für den Bereich Gewerbe und Industrie) erläuterte die Wichtigkeit der Unabhängigkeit von ausländischen Lieferanten (Uran, Gas, Öl). Energetisch exportieren wir derzeit 20 % der in Deutschland erzeugten Energie. Der Gesamtenergieanteil bei der Atomenergie liege bei 5 %. Ein Ausstieg sei aus seiner Sicht daher durchaus möglich. Die Kosten für den Rückbau von Atomkraftwerken sollten durch zweckgebundene Rückstellungen der Kraftwerksbetreiber gedeckt werden, ansonsten bestehe die Gefahr ähnlich wie bei der jetzigen Bankenmisere, dass der Steuerzahler dafür aufkommen müsse. 850.000 Arbeitsplätze könnten bis 2020 mit regenerativer Energie geschaffen werden. Hierzu seien höhere Förderungen regenerativer Energien erforderlich. Auch die Tarifstrukturen müssten geändert werden, zur Belohnung von Energieeinsparung.

Josef Born, Gruppensprecher für den Bereich Verkehr betonte, dass motorisierter Verkehr aus Effizienzgründen mit Strom betrieben werden müsste. Die Erzeugung des Stroms durch regenerative Energien sei dabei 1. Wahl. Biokraftstoffe im Verkehr sollten dann nur noch ergänzend eingesetzt werden, um eine Reichweitenerhöhung zu schaffen. Es wäre wesentlich zukunftsträchtiger, Prämien für Elektroautos  zur Verfügung zu stellen, statt eine Abwrackprämie zur Vernichtung wertvoller Rohstoffe.

Anträge zur Energiewende 2030

Antrag_Kommune_Vorlage.docx - Antrag zur freien Verwendung