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Christian Nerb neuer Kreisvorsitzender der Freien Wähler im Landkreis Kelheim

Bei ihrer Jahreshauptversammlung wählen die Freien Wähler im Landkreis Kelheim ihre Vorstandschaft neu und legen die Ziele für die nächsten zwei Jahre fest – MdL Benno Zierer gibt einen Bericht zur Landespolitik

Landkreis/Mainburg: Die Freien Wähler Kreisverband Kelheim trafen sich in Mainburg im Gasthof Seidl Bräu zur Jahreshauptversammlung, in welcher die Kreisvorstandschaft der Freien Wähler neu gewählt wurde. Fritz Mathes kandidierte aus persönlichen Gründen als Kreisvorsitzender nicht mehr. Christian Nerb, 1. Bürgermeister aus Saal, stellte sich zur Wahl und wurde einstimmig zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Bei seiner persönlichen Vorstellung ging er auf die Ziele der Freien Wähler in den nächsten zwei Jahren ein. MdL Benno Zierer, Freising, berichtete über die Arbeit der Freien Wähler  im Landtag und ging auf die aktuelle Landespolitik ein.

Zur Jahreshauptversammlung waren 36 Mitglieder des Kreisverbandes der Freien Wähler ins Gasthaus Seidlbräu nach Mainburg gekommen. Auf der Tagesordnung standen neben dem Bericht des Kreisvorsitzenden der Kassenbericht und der Bericht der Kreisrevisoren. Hauptthema der Versammlung waren turnusmäßige Neuwahlen der gesamten Kreisvorstandschaft.

Fritz Mathes gab einen Bericht zu den Aktivitäten des Kreisverbandes der letzten zwei Jahre ab. Er blickte zurück auf vier Kreisversammlungen und die Landratswahl im Jahr 2016. Für den erkrankten Fraktionssprecher im Kreistag, Jörg Nowy, 1. Bürgermeister Essing, gab der stellvertretende Sprecher der Kreistagsfraktion, 1. Bürgermeister von Bad Abbach, Ludwig Wachs,  einen Bericht zur Kreistagspolitik. Die Freien Wähler sind als zweitstärkste Kraft hinter der CSU mit 10 Kreisräten im Kreistag des Landkreises Kelheim vertreten.  Für den ebenfalls erkrankten Kreiskassier Heribert Schwindl, Stadtrat Kelheim, trug Fritz Mathes den Kassenbericht vor und konnte, trotz Landratswahl 2016, über einen ausgeglichenen Kassenstand berichten. Der Kreisverband Freien Wähler ist schuldenfrei. Ihrlersteins 1. Bürgermeister Josef Häckl gab seinen Bericht als Kassenrevisor ab und konnte eine einwandfreie Kassenführung bestätigen. Durch die Anwesenden wurde der gesamten Vorstandschaft einschließlich Kassier Entlastung erteilt. Anschließend wurde ein Wahlvorstand unter Vorsitz von Abbachs Bürgermeister Ludwig Wachs gewählt.

Ludwig Wachs berichtete, dass die Neuwahlen bei einer Vorstandssitzung besprochen und vorbereitet wurden. Hierbei erklärten Fritz Mathes, Kreisvorsitzender, Hans Habereder, Schriftführer und Jörg Nowy, stellvertretender Vorsitzender, dass diese für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stehen würden und aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl antraten. Die restliche Vorstandschaft erklärte sich bereit, wieder zur Wahl zu stehen. In der Kreisvorstandssitzung hatte sich Christian Nerb bereit erklärt, für das Amt des Kreisvorsitzenden zu kandidieren. Nachdem in der Versammlung keine weiteren Vorschläge genannt wurden, stellte sich Christian Nerb der Versammlung zur Person und zu seinen Zielen, die er im Falle seiner Wahl hätte,  vor. Nerb gab an, dass er seit 2014 Erster Bürgermeister der Gemeinde Saal a.d.Donau sei und vorher 35 Jahre als Polizeibeamter gearbeitet habe.  Sein Alter 57 Jahre, verheiratet, drei Kinder , wohnhaft in Saal und seit 1990 für die Freie Wähler bis zur Wahl zum  Ersten Bürgermeister 24 Jahre Fraktionssprecher im Gemeinderat Saal a.d.Donau. Weiter nannte er seine Ziele, die er in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit der Vorstandschaft als Kreisvorsitzender verwirklichen möchte. Als Kreisvorsitzender möchte er aktiv mit den Ortsverbänden der FW im Landkreis zusammenarbeiten und versuchen, in Bereichen, in welchen die Freien Wähler noch nicht vertreten sind, neue Ortsverbände zu organisieren. Die Kreistagsfraktion muss in Zukunft die amtierenden Bürgermeister, welche nicht im Kreistag vertreten sind, mehr in Ihre Arbeit mit einbinden und stärker bei den Ortsvereinen bei Versammlungen vor Ort sein. Die gute Arbeit der FW-Fraktion muss den Bürgern besser vermittelt werden. Der Kreisverband wird auch in Zukunft zu aktuell politischen Themen stärker in der Öffentlichkeit Stellung nehmen. Die Bürger sollen wissen, wie Ihre gewählten Vertreter denken und abstimmen. Nerb stellte fest, dass in zwei Jahren Kommunalwahlen, also auch Kreistagswahlen, wären und sich der Kreisverband bereits jetzt gut aufstellen müsse um bei der nächsten Wahl gut vertreten zu sein. Als Ziel nannte er, dass die Anzahl von 10 Kreisräten gesteigert werden müsse. Nahziel sind jedoch die Bezirks- und Landtagswahlen. Hier gelte es in den nächsten Wochen Kandidaten festzulegen, welche zur Landtags- und Bezirkstagswahl antreten. Es gelte die hervorragende Arbeit der Landtagsfraktion der Freien Wähler den Bürgern näher zu bringen und eine absolute Mehrheit der CSU, welche eine schwache und unbefriedigende politische Arbeit leiste, zu verhindern. Bei der anschließenden Wahl wurde Nerb von 35 abgegebenen Stimmen mit 35 Stimmen einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Als weitere, gleichberechtigte, Vorsitzende wurden Harald Hillebrand, Stadtrat Abensberg, Christian Hanika, 2. Bürgermeister von Bad Abbach und Kreisrat, und Werner Maier, Stadtrat Mainburg und Kreisrat, gewählt. Als Schriftführerin wurde Kerstin Heimerl-Kunz, Mainburg, und als Kassier wurde Heribert Schwindl gewählt. Als Kassenrevisoren wurden Josef Häckl und Erwin Ranftl, 1. Bürgermeister Hausen,  bestimmt.

Nerb dankte in seiner Antrittsrede als neuer Kreisvorsitzender Fritz Mathes für die geleistete Arbeit in den letzten Jahren und überreichte ein Präsent. Weiter bedankte er sich bei dem nicht anwesenden Jörg Nowy (erkrankt) und beim ebenfalls nicht anwesenden Hans Habereder für Ihren Einsatz für die Freien Wähler.

Zum Schluss der Versammlung gab Benno Zierer, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler aus Freising, einen Bericht zur Landtagspolitik allgemein und speziell der Freien Wähler ab. Er ging auf die umstrittene Straßenausbaubeitragssatzung ein, deren Abschaffung die Freien Wähler mit einem Volksbegehren (Start am  22.01.2018) seit langem fordern würden, nahm Stellung zur Schaffung eines dritten Nationalparks, dem die Freien Wähler ablehnend gegenüber stehen, und ging auf die Digitalisierung und Energiewende ein.