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Regionale Energieoffensive

Isar 1 abschalten und Erneuerbare Energien ausbauen
Hubert Aiwanger zu Besuch in Kelheim

Hohen Besuch konnten der Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Jörg Nowy und Ortsvorsitzender Ludwig Birkl im Rahmen der Regionalen Energieoffensive vor ca. 50 Besuchern begrüßen. Hubert Aiwanger, Bundes- und Landesvorsitzender der Freien Wähler kritisierte die jüngsten Weichenstellungen beim EEG, die klar gegen den Willen der Bevölkerung getroffen würden: „Das Energiekonzept der Freien Wähler ist für den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie und den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien. Jetzt noch 250 Mio. Euro in Isar1 zu investieren, wohl wissend, dass damit keine Sicherheit gegen Flugzeugabstürze gegeben ist, ist nicht mehr zu verantworten, zumal man davon ausgehen kann, dass mit einem Regierungswechsel 2013 Isar 1 sofort vom Netz gehen werde, war sich Hubert Aiwanger sicher. Besonders ärgerlich seien die Strompreiserhöhungen der vier Monopolisten, die nun trotz Laufzeitverlängerungen vorgenommen würden.

Von der Größe eines Biomasseheizkraftwerks konnten sich die Besucher im Heizkraftwerk der Fa. Schneider überzeugen. Hans-Peter Drexler (technischer Betriebsleiter der Brauerei Schneider) beantwortete kompetent die Fragen der Besucher. Bürgermeister Fritz Mathes bedankte sich ausdrücklich für die interessante Führung und berichtete darüber, dass das Klimakonzept der Stadt Kelheim mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kelheim in vier Tagen gemeinsam erarbeitet wurde.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Kelheim, Christian Kutschker erläuterte im Anschluss das Konzept der Stadtwerke. Man wolle im gesamten Landkreis in den Strom- und Wärmemarkt einsteigen. Hierfür sei man eine Partnerschaft mit ESB und der Energiegruppe thüga eingegangen. Einer der Grundpfeiler hierfür sei das geplante Biomassheizkraftwerk mit einem Investitionsvolumen von 8,4 Mio. Euro. Damit würden im Endausbau 1,6 Mio. Liter Heizöl el ersetzt.

Landrat Dr. Hubert Faltermeier erläuterte, dass durch Sanierungsmaßnahmen beim Donau-Gymnasium der Verbrauch von 2,3 Mio. kWh auf 1,0 Mio. kWh zurückgegangen sei. Auch die Sporthalle sei auf Passivhausstandard modernisiert worden. Der Landkreis sei im Bereich Umwelt und Energie auf dem richtigen Weg. Als Beispiel nannte er das Modellbaugebiet in Sandharlanden. Hier würde ein Baugebiet entstehen, das dem EU-Standard von 2020 entspräche.  

Mit dem Förderprogramm IEKP würde im Kreis ein „Integriertes Energie- und Klimaschutzpaket“ verfolgt. 60% der Mittel kommen vom BMU. Derzeit laufe hierfür die Ausschreibungsphase.

Der Abensberger Stadtplaner und Landschaftsarchitekt Harald Hillebrand referierte über die Vorteile eines Energieleitplanes, mit dem man bereits im Vorfeld in Zusammenarbeit mit Bürgern und Fachstellen Unwägbarkeiten beseitigen, Bedarf ermitteln und Standorte für die verschiedenen Energieträger festlegen könne. Entscheidungszeiträume könnten massiv verkürzt werden.  Zukunftsweisend wäre die Freiflächenfotovoltaikanlage in Schwaighausen (Abensberg) gewesen. „Die Schwaighausener wären allerdings von der Anlage beeinträchtigt gewesen, ohne selber einen Nutzen zu haben.“ so Harald Hillebrand. Wäre die Anlage dagegen rechtzeitig fertiggestellt und über ein Genossenschaftsmodell verwirklicht worden, hätten im Mittel ca. 1.6 Mio. kWh Strom produziert werden können, womit über den Zeitraum von 20 Jahren 7,7 Mio Euro Ertrag möglich gewesen wäre.

Bürgermeister Haberberger erläuterte seine Erfahrungen mit der Bürgerenergiegenossenschaft. Diese Genossenschaft steht auf 2 Säulen.
1. Die „NEW – Neue Energien West e. G:“, an der sich interessierte Kommunen mit einer Einlage von mindestens 5 000.- € beteiligen kann.
2. Eine „Bürger-Energiegenossenschaft West e.G.“, an der sich jeder Bürger einem oder mehreren Anteilen von 500.- €, beteiligen kann.

“Wir haben eine interkommunale Genossenschaft gegründet, die uns allen helfen wird, die Energiezukunft zu meistern. Wir machen uns weitgehend unabhängig von Energiekonzernen und versuchen uns energieautark zu machen“, so Bürgermeister Haberberger. Dieses Modell ist ein Erfolgsmodell war der Referent überzeugt und berichtete von mittlerweile 513 Mitgliedern und 5030 Einlagen in einer Höhe von mittlerweile 2,9 Mio Euro. Damit wurden mittlerweile 9 Mio Euro in die Region investiert. Und die Widerstände aus der Bevölkerung würden damit minimiert. Beispielhaft nannte er die Gemeinde Güssing in Österreich, die durch ihre Energieautarkie mittlerweile Gewerbeansiedlungen durch entsprechende Preispolitik vornehmen kann.

Weitere Informationen hier: http://www.neue-energien-west.de/