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2006

30.11.06 Spende an den Waldkindergarten

Für ordentlich Holz vor der Hütte des Mainburger Wald- kindergartens sorgten jetzt die Freien Wähler, die einen Ster zur Verfügung stellten. Zwar sind die Kinder bei Wind und Wetter draußen im Wald, für die kalte Jahreszeit besteht aber die Möglichkeit sich im beheizten Bauwagen aufzu- wärmen oder einen Tee zu kochen. Landwirt Josef Gold- brunner hatte das Holz zugeschnitten und angefahren. Erzieherin Franziska Bortenschlager und Franz Huber vom Trägerverein freuten sich über die Spende, die in Form eines "Holzpäckchens" von Renate Fuchs, Bürgermeister Sepp Egger, FW-Vorsitzenden Werner Maier und Josef Goldbrunner überreicht wurde.

 

 

30.8.06 Freie Wähler spenden für die Spielwoche

Renate Fuchs und Vorsitzender Werner Maier übergeben den Scheck.

Freie Wähler unterstützen die ehrenamtliche Jugendarbeit

 Mainburg.  250 Euro und damit einen Teil des Erlöses aus dem Altstadtfestes spendeten die Freien Wähler dem Frauenverein Kinderhort, der als Organisator der Spielwoche zu Ferienbeginn den Kindern ein tolles Programm geboten hat. Die Stadträte Renate Fuchs und Werner Maier überreichten Katharina Ettenhuber vom Frauenverein einen Scheck, mit dem ein Beitrag zur Kostendeckung der Veranstaltung geleistet werden soll. Werner Maier bedankte sich bei Katharina Ettenhuber und ihrem Organisationsteam, vertreten durch Susanne Gantner, für die Durchführung und die logistische Meisterleistung dieser Ferienveranstaltung. 2 500 Kindern wurde während dieser Woche ein abwechslungsreiches Programm geboten. Wie Ettenhuber betonte, sind inzwischen die ersten Helfer, die selbst als Kinder an der Spielwoche teilgenommen haben, in die Betreuung mit eingestiegen. Dies zeigt, dass die Jugendlichen gerne dabei waren und jetzt auch Verantwortung übernehmen wollen. Die Freien Wähler werden auch in Zukunft die ehrenamtliche Jugendarbeit in Mainburg unterstützen, da hierbei von freiwilligen Organisatoren aller Mainburger Vereine viel Arbeit und Engagement geleistet wird, ist man sich einig.

 

 

5.8.06 Altstadtstraßenfest erfährt großen Zuspruch

Das Weinzelt der Freien Wähler war bis Mitternacht voll gefüllt.

Trotz schlechter Witterung viele Besucher - Neuauflage mit Live-Bands geplant

Mainburg (tk). Aus der Erfahrung des letzten Jahres gelernt haben die Veranstalter des Altstadtfestes und trotzten am Samstag dem grässlichen Wetter, indem sie Zelte zum Schutz vor dem Dauerregen aufstellten. Zur Partymeile verwan- delte sich die Brücklmeierstraße vom Bistro „La Vilette" bis zur „Havanna Bar" und Pizzeria „Pepe". Aber auch in der Gabelsber- gerstraße im Cafe „Galerie" oder in der Taverne „Dionysos" wurde kräftig gefeiert. Nicht zuletzt ließ es sich unter den Rathausbögen bzw. im Weinzelt der Freien Wähler gut aushalten.

Natürlich hätte man sich ein bisschen besseres Wetter gewünscht, dann wären sicherlich auch die Freisitze frequentiert gewesen, die so im Regen stehen blieben. In den ab Samstagmittag fieberhaft aufgebauten Überdachungen ging es ordentlich zu. Vor allem Galerie-Inhaber Arthur Schmid brauchte sich über mangelnde Besucher nicht beschweren. Bei ihm wie in den anderen Zelten waren freie Plätze Mangelware. Allein schon angesichts dieser Tatsache wäre es falsch, das Altstadtfest nicht auch im nächsten Jahr wieder abzuhalten, dann womöglich auf einer größeren Fläche.

Die Wirte lockten mit besonderen Schmankerln. Wer es griechisch liebte, der ging zum Theo. Laut FW-Chef Werner Maier erfreuten sich auch Via's „Penne mit Scampi“ im „La Vilette" reger Nachfrage. Neu beim Altstadtfest war die Abend-Shopping-Aktion. Sogar zu später Stunde gingen noch Interessierte im Modegeschäft „Cult" in der ehemaligen Koppbräu-Abfüllerei ein und aus.

Manfred Brose, Chef des Bistros „La Vilette", zeigte sich nicht unzufrieden. „Jetzt hat es zweimal geduscht, im nächsten Jahr haben wir dann Glück mit dem Wetter", meinte er zuversichtlich. Von den starken Regenschauern ließ sich das Publikum die gute Laune nicht verderben. Zur Musik von DJ Gismo alias Michael Ochmann tanzte so mancher Gast bis spät in die Nacht unter der Bierbar vor der „Galerie".

FW-Vorsitzender Werner Maier bedauerte, dass man die Zelte aufgrund der schlechten Witterung nicht habe "aufmachen" können. 2007 will seine Gruppierung in Zusammen- arbeit mit den Wirten einen weiteren Versuch wagen. Er überlege bereits, die Feier etwas vorzuverlegen und auf zwei Tage zu verlängern. Für ihn wäre es auch denkbar, dass bei der größeren Neuauflage auch Live-Bands spielen könnten.

Bilder vom Altstadtstraßenfest 2006

 

 

13.6.06 Podiumsdiskussion "Integration & Bildung"

Die Referenten Saad Almahmoud zusammen mit Bgm. Egger und Dr. Thomas Schummer

Gegenseitige Sprachlosigkeit behindert die Integration ausländischer Mitbürger

Bürgermeister Sepp Egger: „Integration muss aus den Herzen der Bürger kommen“

Mainburg (hb). Die gegenseitige Sprachlosigkeit ist das größte Hin­dernis auf dem Weg von Deutschen und ausländischen Mitbürgern zuei­nander. Das ist die Quintessenz einer Diskussionsrunde der Freien Wähler am Dienstag im Seidlbräu, in der das Thema „Integration und Bildung“ im Mittelpunkt stand. Alle Teilnehmer der Debatte waren sich in einem Punkt absolut einig: Echte Integrati­on kann es nur über die Sprache geben. Andere mögliche Hemmnisse von Integration wie unterschiedliche Sitten und Gebräuche, verschiedene Kulturen und vor allem Fragen der Religion spielten an diesem Abend eine eher untergeordnete Rolle.

Förderangebote für Ausländer gibt es in Mainburg zuhauf, wie den Bei­trägen von Vertreterinnen und Ver­tretern der Kindergärten, Schulen und der Volkshochschule zu entneh­men war. Doch nach wie vor gelingt es nicht, die Sprachkompetenz der hier lebenden türkischen Bevölke­rungsgruppe nachhaltig zu verbes­sern. Im Gegenteil, an der Grund­schule mit einem Ausländeranteil von mittlerweile 34 Prozent macht man die erschreckende Beobachtung, dass die türkischen Kinder immer schlechter deutsch sprechen. Der Teufelskreis, in den diese Klientel hineingerät, ist vorgezeichnet: Man­gelnde Schulleistungen, kein Abschluss, keine Berufsausbildung, dro­hende Arbeitslosigkeit...

Fordern und Fördern gilt zuneh­mend auch bei allen Integrationsbe­mühungen als Faustregel. Dieser Weg, den jetzt auch die bayerische Staatsregierung vorgibt, scheint auf beiden Seiten begrüßt zu werden. Saad Almahmoud, gebürtiger Iraker mit deutschem Pass, der einige Integrationskurse an der Mainburger Volkshochschule betreut, begrüßt es, ausländischen Mitbürgern den Besuch von Integrationskursen zur Pflicht zu machen. „Ausländer in Deutschland müssen bereit sein, Bil­dungsangebote anzunehmen - auch unter einem gewissen Zwang. Sie müssen also lernen, nicht nur nach ihren Rechten zu verlangen, sondern auch ihre Pflichten zu akzeptieren."

Für den 63-jährigen Maschinen­bau-Ingenieur aus Lappersdorf bei Regensburg, der in Bagdad geboren wurde und mit 18 Jahren nach Deutschland kam, ist die Sprache der Schlüssel für Integration. „Ausländer müssen die deutsche Sprache lernen, damit man ihnen etwas erzählen kann über Kultur, Sitten und Gebräuche ihres Gastlandes.“ Und der Sprachunterricht sollte nach Ansicht Almahmouds bereits im Kindesalter in Mutter-Kind-Gruppen beginnen, die für alle ausländischen Mitbürger verpflichtend sein sollten. Und eine weitere seiner Forderungen: „Bevor ein  Kind  keine  ausreichenden Sprachkenntnisse hat, darf es nicht in die Schule.“

Genau wie Saad Almahmoud plä­diert Bürgermeister Sepp Egger für ein Aufeinanderzugehen beider Be­völkerungsgruppen, beginnend bei der Nachbarschaftshilfe bis hin zu einer Arbeitsgruppe „Integration“ im Akademierat, die die Maßnahmen bündeln sollte. Denn in einem ist sich der Rathauschef sicher: „Integration kann nicht von der Stadt par ordre du mufti verordnet werden. Integration muss aus den Herzen der Bürger kommen.“

 

 

9.5.06 Podiumsdiskussion "Medien und Gewalt an Schulen"

Dr. Tobias Barwanietz, Helmut Fichtner, FW-Vorsitzender Hans-Werner Maier und Heinz Jäschke (v.l.n.r.)(Foto: Ferdinand Mader)

Mainburg (fm). „Medien und Ge­walt an Schulen" hieß das ebenso brisante wie interessante Thema ei­nes Vortrags- und Diskussionsabends, zu dem sich die Freien Wäh­ler kompetente Referenten ins Gast­haus „Seidlbräu" eingeladen hatten. Am Ende waren sich die Teilnehmer einig: „Aufklärung, Einsicht und Al­ternativen für die Jugendlichen sind nötig, um Auswüchse wie in Erfurt, Freising oder jüngst an der Berliner Rütli-Schule zu verhindern."

Helmut Fichtner, Lehrer an der Hauptschule Allershausen, Heinz Jäschke von der Polizeiinspektion Mainburg, Konrektor Tobias Barwanietz von der Grundschule Mainburg, FW-Ortsvorsitzender Hans-Werner Maier und die sich ak­tiv an der Diskussion beteiligenden Zuhörer, darunter zwei Schüler des Sattler-Wohnheimes der Berufsschu­le, die mit Heimleiter Weichenrieder gekommen waren, jedenfalls kamen zu diesem Schluss.

„Die Eltern sind für ihre Kinder die wichtigsten Vorbilder und müs­sen sich Zeit für sie und ihre Proble­me nehmen!" Weder Staat noch Schule könnten die Verantwortung für die Erziehung abnehmen. Strafen und Verbote wie der aktuelle „Han­dyerlass" des Kultusministeriums würden lediglich an den Symptomen, aber nicht an den Ursachen etwas ändern. Im Gegenteil: „Alles, was verboten ist, wird doch für die Kids erst richtig interessant", brachte es ein Diskussionsteilnehmer auf den Punkt.

Helmut Fichtner berichtete, wie die Handy-Problematik an seiner Schule gehandhabt wird: „Es gibt kein Handyverbot im eigentlichen Sinn, aber das Mobiltelefon muss während des Unterrichts ausgeschal­tet sein. Wir Lehrer haben wenig rechtliche Möglichkeit, einem Schü­ler sein Handy abzunehmen oder den Inhalt von Handy-Botschaften zu kontrollieren," Nach einem Elternbrief bestünden aber keine diesbezüglichen Probleme mehr.

Obszönitäten und Gewalt gebe es natürlich nicht nur auf den modernen Multimedia-Mobiltelefonen, sondern genauso auf PC, Playstation oder an­deren elektronischen Medien. „Wir haben früher in dem Alter Fußballer­bildchen gesammelt und auf dem Schulhof getauscht, und jetzt ist die Schule halt eine billige Tauschbörse für Computerspiele und kleine Film­chen aller Art", sprach Fichtner aus eigener Erfahrung.

Besonders indizierte, also verbote­ne, Spiele stünden bei den Kids hoch im Kurs. Es habe sich eine regelrechte Szene für „Happy-Slapping-Filme“ oder „Snuff-Videos“, wie diese Gewalt verherrlichenden, zum Teil sogar selbst aufgenommenen Streifen im Branchenjargon heißen, entwickelt. Über das Ausland oder via In­ternet sei es überhaupt kein Problem, an solches, hierzulande verbotenes Material zu gelangen. Allerdings warnte Fichtner davor, alle Jugendli­chen über einen Kamm zu scheren: „Nicht je­der, der sich mit dieser Thematik beschäftigt, ist ein potenzieller Ge­walttäter." Für die Er­ziehungsberechtigten sei es wichtig, die Handy-Technik zu be­herrschen  und  bei problematischem Ma­terial mit den Kindern - zu sprechen. „Viele Kids wissen gar nicht, dass das verboten ist", so Fichtner.

Über das Strafmaß konnte Heinz Jäschke, Jugendbeauftragter bei der Mainburger Po­lizei, detailliert Aus­kunft geben. Für unter 14-Jährige sehe die Rechtssprechung über­haupt keine Strafe vor, was der Polizist bedau­erte: „Der Zug ist doch mit 13,14 Jahren abge­fahren", forderte Jäsehke ein viel früheres Einsetzen von präventiven Maßnahmen. Besonders ging er auf die Gewalt unter Kindern und Ju­gendlichen ein. Diese komme im Ver­gleich zu früher zwar nicht häufiger vor, falle aber viel härter aus: „Es gibt kein Mitleid mehr mit den Op­fern."

Dies habe mit schlechten Sozial­prognosen sowie dem Werte- und Normenverfall in der Gesellschaft und in den Familien zu tun. „Die Eltern haben keine Zeit mehr für ihre Kinder und sind oft die falschen Vor­bilder", gab Jäschke zu bedenken.

Zwei Modellprojekte zur Gewaltprävention, die mit Erfolg an der Grundschule am Gabis praktiziert werden, stellte als letzter Referent Tobias Barwanietz vor. So werden von der Schule „Scouts" als „Frie­densstifter" unter ihren Mitschülern gewonnen und ausgebildet. Beim „Tina und Tom-Projekt" gehe es da­rum, dass die Kinder ohne Zutun der Erwachsenen Konflikte untereinan­der lösen.

Zum Ende des Diskussionsabends meldete sich Bürgermeister Sepp Eg­ger zu Wort: „Alle Probleme kann man nur lösen, wenn die Eltern mehr Zeit für ihre Kinder haben. Der Staat ist leider nicht dazu bereit, alles, was er anordnet, auch zu bezahlen."

In seinem Schlusswort dankte FW-Ortschef Hans-Werner Maier allen Gästen fürs Kommen und Mitdisku­tieren. Er regte an, sich in regelmäßi­gen Abständen parteiübergreifend zu treffen, um dieses wichtige Thema im kleinen Kreis zu behandeln.